Die Haltung des Begleitens:
Tun durch Nichtstun und liebevolle Präsenz

Eine Fortbildung im warmen Wasser

 

Wir werden Prozesse im warmen Wasser erleben und begleiten: das warme Wasser trägt und umhüllt, als BegleiterInnen sind wir da, halten, geben Zeit  und Raum, üben uns im Tun durch Nichtstun. Es wird kaum gesprochen, um die organischen Prozesse, die sich von selbst entfalten, nicht in irgendwelche Richtungen zu lenken, zu fixieren, zu deuten: so entstehen  für die Nehmenden durch den körperlich-seelischen  Prozess unerwartete Entdeckungen ihrer bisher  verborgenen Gefühle und Möglichkeiten, z.B. loslassen , sich öffnen können, Verbundensein, Hingabe.

Getragen zu sein vom warmen Wasser und im warmen Wasser ermöglichen eine besondere Tiefe des Erlebens von Geborgenheit und  beglückende Gefühle der Freiheit und Lebensfreude.

Vielleicht nirgendwo so gut wie bei der Arbeit im warmen Wasser kannst du  erfahren, wie kraft- und wirkungsvoll dein ‚Tun durch Nichtstun’ beim Begleiten anderer Menschen sein kann. Das wirkt  dann für dich wie ein Modell, auch wenn du nicht im Wasser arbeitest: immer wieder kann es dich daran erinnern, dass viel geschieht, wenn wenig getan wird. Das kann von dem Druck erlösen, was du alles an Methoden und Techniken beherrschen musst, um einen anderen Menschen zu begleiten. Methoden und Techniken können sich ja zwischen dich und deine Klientin/Schülerin stellen. Du weißt, wie du dich fühlst, wenn du mit Techniken behandelt und nicht als Mensch wahrgenommen wirst! Und als Begleiterin im warmen Wasser erfährst du, was wirklich wichtig ist: nicht tun sondern deine Haltung: da sein, achtsam, liebevoll unterstützend präsent sein – und diese Haltung kannst du auf jede Begegnung und Begleitung übertragen.  

Für wen ist diese Fortbildung gedacht? Für alle, die Menschen in ihren Lern-,  Erfahrungs- und Therapieprozessen begleiten und die in dieser Arbeit leichter, freier und wirkungsvoller werden wollen. Hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung ist eine Erfahrung mit unserer Arbeit Wasser-Leben. Gleichzeitig ermöglicht das Seminar tiefe Therapieprozesse.

Seminarort:Der Werkhof, Ste. Marguerite/Monneren in  Lothrigen
Leitung: Rainer Scheunemann-Böhlendorf, Heike Körblein-Bauer, Ursula Lampe
Termin: 10. - 14. Juni 2012